Von der Zufälligkeit der Schönheit – Artikel Bayerwald Echo 26.01.2015


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Überrascht war ich erst einmal schon als „die Zeitung“ am Telefon ist. Erneut überrascht war ich über die Frage nach meinen Fotos ….
Schnell war ein Termin für das Interview gefunden. Interessant auch für mich, weil Johannes Schiedermeier in seiner lockeren Art auch Einblicke in seine Arbeit preisgab.
Als dann heute die e-Mail herein kam mit dem fertigen Bericht musste ich erst einmal Schmunzeln. Die Kamera immer dabei suche ich natürlich nach interessanten Perspektiven, Situationen und Lichtstimmungen und nutze die Kamera als Werkzeug um mit Licht zu zeichnen. Oben geht es zum Original Artikel in der Online Version. Ich habe es hier noch einmal als Kopie eingefügt. Danke Johannes Schiedermeier.

Von der Zufälligkeit der Schönheit

Dr. Andreas Habash aus Cham hat seine Kamera stets dabei und kommt so zu besonderen Fotos, die er aber dem Zufall zuschreibt.

Von Johannes Schiedermeier

Cham Ein Bild ist schön, oder nicht. Eine Bearbeitung kommt für Dr. Andreas Habash nicht infrage. Deswegen ist er überzeugt, dass er seine Fotos, die er öfter einmal im Internet veröffentlicht, dem Zufall verdankt. Und das erklärt er so: „Du musst im richtigen Augenblick am richtigen Ort sein. Wenn da alles stimmt, dann gibt das ein schönes Bild.“

Eines dieser Bilder ist St. Georg auf dem Kriegerbrunnen beim Seniorenheim St. Michael in Cham. Schwarzer Ritter tötet schwarzen Drachen unter blauem Himmel mit Schäfchenwolken, eingerahmt von Baumkronen.

 

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Zum Fotografieren kam Dr. Andreas Habash, als ihm sein Vater eine alte Spiegelreflex-Kamera schenkte. Zunächst betätigte er sich als Chronist: „Es gibt von mir hunderte Bilder von Schulausflügen und Bällen.“ Dann entdeckten ihn seine Zahnarzt-Kollegen: „Du hast doch immer eine Kamera dabei…“ Schon ist man Kongressfotograf. Und dann hat er eine flüchtige Anfrage des FC Chammünster vergessen, an die er sich erst wieder erinnerte, als er als offizieller Fotograf der Inline-WM im Ankündigungsheft stand. Super Fotos!

Trotzdem ist Dr. Andreas Habash fest überzeugt: „Ich bin kein Fotograf. Ich habe das nicht gelernt.“ Er gibt aber zu, dass er sich gerne mit Technik befasst. Das merkt man auch. Denn der Zahnarzt hat in seiner Praxis „einen A6 mit allem drum und dran verbaut“, wie er erzählt. Dabei deutet er auf ein Mikroskop, mit dem er Bilder macht. Die sind so gestochen, dass man die Karies in den Zahnzwischenräumen grinsen sehen kann. – Wer’s mag.

Uns in der Redaktion haben natürlich mehr die schönen Bilder interessiert. Das zum Beispiel vom Surfer im Hochwasser bei Sonnenuntergang. Dr. Habash sieht sich bestätigt: „Wieder Zufall. Ich bin nach den Hochwasserfotos schon wieder Richtung Auto gegangen. Da habe ich gehört, wie einer ruft: Er ist wieder da! Und als ich zurückging, da surfte der Mann.“ – Zufall hin oder her. Das Bild hat Wellen geschlagen.

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